Sicherheits-Guide
Stand: 10. August 2026 · English version
Im Notfall: Polizei 110 · Rettungsdienst und
Feuerwehr 112. Beide Nummern sind kostenlos und rund um die
Uhr erreichbar, auch ohne Guthaben.
Frenby bringt Menschen aus derselben Nachbarschaft zusammen. Das Schöne daran:
du triffst echte Leute aus deinem Kiez. Das heißt aber auch, dass du Menschen
begegnest, die du noch nicht kennst. Wir überprüfen keine Identitäten
und führen keine Hintergrundprüfungen durch. Ein Profil ist kein
Vertrauensnachweis. Bitte nimm dir die folgenden Punkte zu Herzen.
Bevor du dich triffst
- Bleib erst im Chat. Schreib eine Weile, bevor du dich
verabredest. Wer ausweicht, hetzt oder Druck macht, ist ein Warnsignal.
- Gib keine privaten Details früh heraus. Keine
Wohnadresse, kein Arbeitsplatz, keine Angaben zu Familie, Finanzen oder
Tagesabläufen.
- Prüfe das Profil. Nur ein Foto, keine Angaben, sehr
allgemeine Antworten? Frag nach. Eine Bildersuche im Netz kann helfen,
gestohlene Fotos zu erkennen.
- Erzähl jemandem davon. Sag einer Freundin oder einem
Freund, wen du triffst, wo und wann. Meld dich danach.
Beim ersten Treffen
- Öffentlich und tagsüber. Café, Park, Markt: Orte mit
anderen Menschen. Nicht bei dir und nicht bei der anderen Person zu Hause.
- Halte es kurz. Ein Kaffee oder ein Spaziergang genügt
fürs erste Kennenlernen.
- Komm und geh selbstständig. Lass dich nicht abholen und
nicht nach Hause fahren. Achte darauf, dass du jederzeit eigenständig
weg kommst.
- Behalte Getränke im Blick. Nimm keine offenen Getränke
an, die du nicht selbst geholt hast, und lass dein Glas nicht unbeaufsichtigt.
- Handy geladen. Klingt banal, ist im Zweifel entscheidend.
- Hör auf dein Gefühl. Wenn dir etwas unangenehm ist, geh.
Du brauchst dafür keinen Grund, keine Erklärung und keine Entschuldigung.
Bitte notfalls das Personal um Hilfe.
Betrugsmuster erkennen
Auf keiner Plattform gibt es einen guten Grund, jemandem Geld zu schicken,
den du gerade online kennengelernt hast. Sei misstrauisch, wenn jemand:
- um Geld, Kryptowährungen, Gutschein-Codes oder Bankdaten bittet, auch
mit rührender Begründung („Notfall“, „Ticket“, „Zoll“);
- eine „sichere“ Anlage, einen Trading-Tipp oder ein Jobangebot bewirbt;
- schnell auf WhatsApp, Telegram oder eine andere App wechseln will;
- sehr schnell sehr viel Nähe aufbaut und dabei nie erreichbar ist für
Video oder Telefon;
- dich nach intimen Fotos fragt oder dir welche schickt und dich später
damit erpresst („Sextortion“). Zahle in diesem Fall nicht, sichere
Beweise und wende dich an die Polizei.
Was in Frenby sichtbar ist
- Andere Nutzende in deiner Nähe sehen dein Profil und eine
berechnete Entfernung, nicht deine genauen Koordinaten.
- Einen Standort im Chat teilst du nur, wenn du das aktiv
auswählst. Teile ihn erst, wenn du der Person vertraust, und bedenke, dass
geteilte Standorte auf ein konkretes Zuhause hinweisen können. Er läuft eine
Stunde nach dem Senden ab; die Koordinate wird entfernt, sobald eine oder
einer von euch den Chat das nächste Mal öffnet. Tippst du auf Stopp, ist sie
sofort weg.
- Was in deinem Profil steht (Foto, Über mich, Kiez, Interessen)
können alle Nutzenden in deiner Nähe sehen. Trage nur ein, was du
öffentlich zeigen möchtest.
- Über Du → Einstellungen kannst du steuern, für welche
Geschlechter du sichtbar bist, und die Entfernungseinheit ändern.
Wenn etwas passiert
- Akute Gefahr: 110 (Polizei) oder 112 (Rettungsdienst).
- Strafbares Verhalten: Erstatte Anzeige. Jede
Polizeidienststelle nimmt Anzeigen auf; in Berlin ist auch eine
Online-Anzeige über die Internetwache der Polizei Berlin möglich. Sichere
vorher Screenshots von Profil und Chat.
- Meldung an uns:
report@frenby.com. Schreib uns, was
passiert ist, und füge Screenshots bei. Wir prüfen jede Meldung und können
Inhalte entfernen sowie Konten sperren.
Beratung und Unterstützung
Diese Stellen beraten kostenlos und vertraulich, auch anonym:
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016.
Rund um die Uhr, mehrsprachig, kostenfrei.
- Weisser Ring: 116 006. Opferhilfe für Betroffene von
Kriminalität, täglich erreichbar.
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder
0800 111 0 222. Rund um die Uhr, kostenfrei und anonym.
In Berlin
- BIG Hotline (Gewalt in engen Beziehungen): 030 611 03 00.
Rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen.
- LARA (sexualisierte Gewalt sowie Opferberatung für lesbische,
bisexuelle und queere Menschen): 030 216 88 88. Montag bis Freitag,
9 bis 18 Uhr.
- MANEO (das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin):
030 216 33 36.
- L-Support (Opferberatung für lesbische, bisexuelle und queere
Menschen): 030 459 618 65.
l-support.net
- Opferhilfe Berlin (Beratungsstelle für Opfer von Straftaten):
030 395 28 67.
Kinderschutz-Standards
Dies sind die veröffentlichten Kinderschutz-Standards für Frenby: Leute
kennenlernen (com.frenby.app), bei Google Play auf
Englisch gelistet als Frenby: Make Friends Nearby. Gegenüber
sexuellem
Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern (CSAE), einschließlich
Missbrauchsdarstellungen (CSAM), gilt bei Frenby Nulltoleranz.
Frenby ist ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren und keine
Dating-App. Beim Anlegen des Kontos fragen wir das Geburtsdatum ab und
lehnen das Konto ab, wenn es darunter liegt. Erlangen wir Kenntnis von einem
Konto einer Person unter 18, löschen wir es samt Daten. Dazu gehört Klarheit
über die Grenze: Die Prüfung beruht auf dem angegebenen Geburtsdatum, wir
prüfen keine Ausweisdokumente und führen keine Hintergrundüberprüfungen durch.
Genau deshalb sind Meldungen so wichtig.
Ohne Ausnahme verboten, mit sofortiger und dauerhafter
Entfernung als Folge:
- CSAM in jeder Form, einschließlich gezeichneter, computergenerierter und
KI-generierter Darstellungen.
- Sexualisierung von Minderjährigen in Texten, Bildern, Audio,
Profilinhalten oder Nachrichten.
- Grooming, Anbahnung oder jeder Versuch, zu sexuellen Zwecken Kontakt zu
einer minderjährigen Person herzustellen.
- Sextortion oder das Drohen mit der Weitergabe intimer Aufnahmen.
- Menschenhandel oder dessen Ermöglichung.
- Die Nutzung von Frenby durch Personen unter 18 Jahren.
Wie man meldet. In der App, bei jedem Profil und jeder
Unterhaltung: Menü öffnen, Melden wählen und Minderjährige
Person oder Sexuell explizite Inhalte auswählen. Die Meldung
enthält die Unterhaltung, und du kannst die Person gleichzeitig blockieren. Per
E-Mail, auch ohne Frenby-Konto:
report@frenby.com, unsere benannte
Kontaktstelle für Kinderschutz, auch für Google und Behörden.
Ist ein Kind in unmittelbarer Gefahr, rufe zuerst den Notruf
(Polizei 110 in Deutschland, EU-weit 112). Warte nicht auf uns.
Wie wir reagieren. Jede Meldung prüft ein Mensch; über solche
Fälle entscheidet bei uns keine automatische Moderation. Bestätigte Fälle
führen zur sofortigen, dauerhaften Löschung des Kontos. Offenkundige CSAM
melden wir den zuständigen regionalen und nationalen Behörden, soweit
gesetzlich vorgeschrieben, und sichern die Belege, statt sie mit dem Konto zu
löschen, wie in unserer
Datenschutzerklärung beschrieben. Wir halten die
anwendbaren Kinderschutzgesetze in den Märkten ein, in denen Frenby verfügbar
ist, und kooperieren mit rechtmäßigen Behördenanfragen. Als Unternehmen mit Sitz
in Deutschland heißt Eskalation: die zuständigen deutschen Behörden, und
unverzüglich die Polizei, wenn ein Kind in Gefahr sein könnte. Du musst nicht
den Weg über uns nehmen: Verdächtige Missbrauchsdarstellungen kann jede Person
direkt an eine regionale Meldestelle melden. Google führt
eine Liste nach Ländern, darunter NCMEC in den USA und die
Internet Watch Foundation in Großbritannien.
Unsere Regeln
Belästigung, Bedrohung, Hassrede, sexuell explizite Inhalte, Fake-Profile,
Betrug und Werbung sind auf Frenby verboten. Die vollständigen Regeln stehen in
Ziffer 5 unserer Nutzungsbedingungen. Wer dagegen
verstößt, verliert den Zugang.